Himmlisch Süsse ❤ Back- und DIY-Ideen
Apple Pie – immer wieder ein Genuss!
Endlich Backtag! Da musste ich auch gar nicht lange überlegen, was in den Backofen wandern soll. Denn als mir Freitag beim Schlendern durch das Schwedische Einrichtungshaus mit den 4 gelben Buchstaben kleine Pieformen in die Hände fielen, hätte ich mich am liebsten direkt in eine der dortigen Küchen verkrümelt, um mein Lieblings-Apfelkuchenrezept einmal in klein auszuprobieren. Ich konnte mich aber gerade noch zusammenreißen. Also landeten die Förmchen stattdessen im Einkaufskorb bei all den anderen Dingen, mit so witzigen Namen wie Gurine, Malinda oder Variera.
Und Samstag war es endlich soweit. Dank der neuen Förmchen kamen diese kleinen, himmlisch süßen Apple Pies auf den Tisch:
AmericanApplePie
Zutaten für die Füllung (für ca. 2 Pies á 13cm):
800g Äpfel (z.B. Braeburn)
30g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
1 TL Zimt
Die Äpfel 8teln, Schale und Kerngehäuse entfernen und jedes Achtel in ca. 4 gleich dicke Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben in einer Schüssel mit Zucker, Vanillezucker und Zimt vermengen und abgedeckt ca. 3 Stunden lang durchziehen lassen. In der Zwischenzeit kann bereits der Teig hergestellt werden.
Zutaten für den Teig (für ca. 6 Pies á 13cm):
350g Mehl
1 Prise Salz
210g kalte Butter
1 EL Zucker
2 Pckg. Vanillezucker
2 EL Eiswasser
Milch zum Bestreichen
1/2 Pckg. Vanillezucker zum Bestreuen
Mehl, Salz, in kleine Stücke geschnittener Butter, Zucker, Vanillezucker und Eiswasser (hierfür einfach Eiswürfel in ein mit Wasser gefülltes Glas geben) schnell zu einem Mürbeteig verkneten. Den fertigen Teig zu einer Kugel formen, anschließend zu einer ca. 2cm dicken Scheibe platt drücken und mit Frischhaltefolie umwickelt für eine Stunde in den Kühlschrank legen. Diese Menge reicht für ca. 6 Pies á 13cm. Da ich nur 2 machen wollte, habe ich 2/3 des Teigs ins Gefrierfach gelegt. Dort hält sich der fertige Teig mehrere Wochen und kann bei Bedarf einfach hervorgeholt, aufgetaut und gebacken werden.
ApplePie
Wenn der Teig 1 Stunde im Kühlschrank geruht hat, kann er auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2-3mm dünn ausgerollt werden (Abb. 2). Nun 4 ca. 17cm große Kreise ausstechen (2 zum Auslegen der beiden Pie-Formen und 2 zum Abdecken der später mit Äpfeln gefüllten Pies). Die gefetteten Pie-Formen können nun mit je einem der Kreise ausgelegt werden. Überstehende Ränder wegschneiden.
Zur Vorbereitung der Pie-Deckel werden in der Mitte der zwei übrigen Kreise mit einer ca. 2cm großen Plätzchenform je 3 kleine Blüten (oder Kreise oder Sterne oder oder oder) dicht nebeneinander ausgestochen. Solltet Ihr keine kleinen Ausstecher zur Hand haben, ist das gar kein Problem. Lasst diesen Schritt aus und schneidet ganz zum Schluss, nachdem die Pies abgedeckt wurden 5 ca. 2,5 cm lange Luftschlitze von der Deckelmitte in Richtung Rand.
Nun sollten auch die 3 Stunden Durchziehzeit der Äpfel rum sein… Am Boden der mit Apfelscheiben gefüllten Schüssel hat sich Flüssigkeit angesammelt, die (damit die Pies beim Backen nicht gatschig werden) unter Zuhilfenahme eines großen Siebes in eine hitzefeste Schale umgefüllt wird. Um die schmackhafte Flüssigkeit nutzen zu können, muss sie angedickt bzw. karamellisiert werden. Erhitzt die Flüssigkeit deshalb für ca. 3-4 Minuten in der Mikrowelle. Man kann sie stattdessen auch in einem Topf zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren karamellisieren, aber in der Mikrowelle geht´s schneller und man hat die Hände frei, um in der Zwischenzeit die Apfelscheiben auf die bereits mit Teig ausgelegten Pie-Formen aufzuteilen (Abb. 3). Die karamellisierte Flüssigkeit einfach gleichmäßig über die Apple Pies gießen (Abb. 4).
Nun kommen die Deckel drauf. Den überstehenden Rand des Teigdeckels nach unten klappen (d.h. zwischen Backform und bereits vorhandenen Teig). Dann wird der Rand mit den Fingern – wie in Abbildung 5 dargestellt – in die für ihn so typische Wellenform gebracht. Zum Schluss werden die Pies mit etwas Milch bestrichen und mit 1/2 Packung Vanillezucker bestreut.
Jetzt geht´s in den auf 220°C vorgeheizten Backofen (Umluft mit Ober- und Unterhitze). Nach ca. 20 Minuten Backzeit werden die Pies bei 180°C (Umluft mit Unterhitze) weitere 15 Minuten gebacken.
Prüft während des Backens immer wieder, ob der Rand der Pies bereits braun genug ist. Sollte das der Fall sein, so deckt den Rand der Pies mit Alufolie ab. Bereitet Euch deshalb je Backform schonmal einen ca. 17cm großen Kreis aus Alufolie mit einem ca. 9cm großen Loch in der Mitte vor.
Apfelkuchen
Am besten noch warm genießen – schmeckt aber auch kalt unheimlich lecker!!
❤ Anne

Handtaschen… Kann Frau eigentlich je genug davon haben? Ich sag´s Euch – NIEMALS! Sind schließlich ne richtig gute Erfindung – unheimlich praktisch und sehen unverschämt gut aus. Woher stammt eigentlich diese tiefe Verbundenheit und beinahe an Abhängigkeit grenzende Verbindung zwischen uns Frauen und den Handtaschen? Keine Ahnung, aber ich besitze selbst ne ganze Menge davon :) Meine geliebte Nähmaschine trägt Ihren Teil zu diesem Phänomen bei, denn dank ihr ist es ein Leichtes, noch mehr davon herzustellen (für den Eigenbedarf oder zum Verschenken). Nehmen wir zum Beispiel diese hübsche Beuteltasche mit rundem Boden, die ich gerade für eine Freundin genäht habe:

Umhängetasche

Jetzt wo sie fertig ist, möchte ich sie gar nicht mehr hergeben. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich demnächst noch eine nähe, oder am besten gleich zwei – man weiß ja nie…

❤ Anne

Wie wär´s dann zum Beispiel mit einer etwas anderen Tarte au Chocolat? Ich möchte Euch heute eine Version vorstellen, die mit einem Toping aus Honigcreme, Bananen und Karamell besticht. Gewagte Kombination? Ganz im Gegenteil… Das passt alles wirklich super zusammen – Indianerehrenwort. Und wenn Ihr mir doch nicht glauben wollt, dann schaut mal her:

Schokoladenkuchen

Noch immer skeptisch? Hab ich´s doch gewusst – bei diesem Anblick möchte man direkt zugreifen, oder? Mmmmh… Und wie das duftet! Schokoladig, karamellig, bananig (falls es diese Wort überhaupt gibt). Einfach lecker!! Und das braucht Ihr zum Nachbacken:

Bananen-Karamell-Schokokuchen

Mascarpone, Frischkäse, 1/2 EL Puderzucker und Honig mit dem Schneebesenaufsatz kräftig verquirlen. Die fertige Creme abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Nun widmen wir uns der Tarte au Chocolat und schmelzen die Butter mit der Schokolade in einer hitzefesten Schale für ca. 30 Sekunden in der Mikrowelle. Während die flüssige Butterschokolade ein wenig abkühlt, werden in einer separaten Schüssel 1 Packung Vanillezucker, 50g Puderzucker, 2 Eier und 1 Prise Salz ca. 2 Minuten lang schaumig aufgeschlagen. In einer weitere kleinen Schüssel 1EL Speisestärke, 1EL Kakaopulver und 1/2EL Puderzucker vermischen. Nun als erstes die geschmolzene Schokolade und anschließend die Stärke-Kakao-Mischung unter die Eimasse rühren.

Den fertigen Teig in eine gefettete Spring- oder Tarteform mit ca. 20cm Durchmesser umfüllen und für ca. 35 Minuten in den auf 175°C vorgeheizten Ofen stellen. Nach dem Backen muss die Tarte au Chocolat ein wenig abkühlen. Während dessen können die 1,5 Bananen (je reifer, desto intensiver der Geschmack) in ca. 7mm dicke Scheiben geschnitten und die Karamellsoße für ca. 15 Sekunden in der Mikrowelle erhitzt werden. Die Karamellsoße kann ganz einfach selbst hergestellt werden, indem Ihr eine geschlossene Dose gesüßte Kondensmilch für 2,5 Stunden in einen Topf mit kochendem Wasser stellt. Nun kann auch die Honigcreme wieder aus dem Kühlschrank geholt, nochmals mit dem Schneebesen aufgeschlagen und auf die abgekühlte Schokotarte gestrichen werden. Die Creme mit den Bananenscheiben belegen und die warme Karamellsoße mit einem Löffel in kreisenden Bewegungen darüber träufeln. Fertig!

Tarte au Chocolat

Na, wie klingt das? Großartig? Lecker? Bombastisch? Ja, ganz genau so schmeckt´s dann auch:)

Bon appétit.

❤ Anne

Wer mag sie eigentlich nicht? Coooooookies!!! Also ich kenne niemanden, der bei diesem Anblick nicht schwach wird. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten – ob mit dunkler Schokolade, mit Nüssen, mit Karamell, mit Erdnussbutter oder, oder, oder… Da ist einfach für jeden Geschmack etwas dabei. Mein Favorit sind Cookies mit weißen Schokoladenstückchen – soooooo gut! Und deshalb gibt´s hier mein Lieblingsrezept für White Chocolate Chip Cookies (VORSICHT! SUCHTGEFAHR!).

white chocolate chip cookies

Zutaten für ca. 24 Cookies

150g Butter
225g braunen Zucker
115g Zucker
2Eier
1TL Vanilleextrakt
250g Mehl
1TL Natron
200g weiße Schokolade

Den Backofen auf 180° (Umluft) vorheizen.
150g weiche Butter cremig rühren. Butter, die frisch aus dem Kühlschrank kommt, kann für 15-20 Sekunden in einer hitzefesten Schale in die Mikrowelle gestellt werden, um sie möglichst schnell weich zu bekommen und direkt mit dem Backen starten zu können.
Nun den braunen und weißen Zucker unter die Buttercreme rühren. Anschließend ein Ei nach dem anderen sowie den Teelöffel Vanilleextrakt untermischen. Das Mehl in eine separate Schüssel sieben, mit dem Natron vermischen und anschließend unter die restlichen Zutaten rühren.
Nun 200g weiße Schokolade in grobe Stücke hacken (ca. 1 cm Durchmesser) und diese unter den Teig heben.
Zum Schluss auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech 6 ca. gleich große Portionen Teig in ausrechendem Abstand zueinander verteilen. Ich nutze zum Portionieren einen Eiskugelformer und drücke die einzelnen Teigkugeln anschließend auf dem Backpapier mit den Fingerspitzen ganz leicht platt. Das Blech kommt nun für 12 Minuten und den vorgeheizten Ofen, bis der äußere Rand der Cookies leicht gebräunt ist, die Cookies im Inneren aber noch schön weich sind. Sie härten beim Abkühlen ein wenig aus.
white chocolate cookies

Dann gibt´s eigentlich nur noch eins zu tun: zum Krümelmonster mutieren und alles restlos vernaschen :-)

❤ Anne

 

Ist es wirklich schon wieder soweit? Pflaumen in Hülle und Fülle, wohin das Auge reicht. Und wer konnte nicht widerstehen, hat sich bei dem Anblick ne Tüte geschnappt und akribisch jede einzelne Pflaume begutachtet, bevor sie in die Tüte wandern durfte? Schuldig:-) Der Kommentar meines Mann lautete bei meinem Anblick lediglich: “Ich erledige in der Zeit schonmal den restlichen Einkauf und wir sehen uns an der Kasse.” Als würde ich ewig brauchen, um ein paar Pfläumchen auszusuchen. Da stellt sich aber jemand an…
Auch wenn ich es nicht gern zugebe, aber er hat selbstverständlich recht behalten und wir trafen uns erst an der Kasse wieder. Er mit einem zum Bersten vollgeladenen Einkaufswagen und ich übers ganze Gesicht strahlend mit einer kleinen Tüte voller Pflaumen (perfekter Pflaumen wohlgemerkt!) in der Hand. “Schaaaatz, guck mal, sind die nicht toll?!” Seine Begeisterung hielt sich in Grenzen – da versteh einer die Männer…
Zu Hause angekommen habe ich die August-Ausgabe der Zeitschrift “Lust auf Genuss” durchblättert und bin auf ein tolles Galettes-Rezept gestoßen, welches mit ein paar kleinen Änderungen hier und da genau zu dem Backergebnis führte, das ich mir ausgemalt hatte:
Pflaumenschmaus
Zutaten für den Teig:
250g Mehl
80g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei (Gr. M)
125g Butter
Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mit einem Schneebesen vemischen. Die Butter und das Ei dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Diesen anschließend zu einer ca. 6cm dicken Rolle formen, mit Frischhaltefolie umschließen und für 2 Stunde in den Kühlschrank (meinen habe ich gestern Abend hergestellt und er blieb demnach sogar die ganze Nacht im Kühlschrank).
Pflaumen
Zutaten für die Früchte-Mischung:
400g frische Pflaumen
2 Äpfel
2 Nektarinen
20g Zucker
1/2TL Zimt
20g Rohrzucker
Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. In einer kleinen Schüssel 20g Zucker, 1/2 TL Zimt und die Apfelstückchen gut vermengen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Anschließend die Äpfel in einem Sieb abtropfen lassen.
Nun auch die Pflaumen und Nektarinen von ihren Kernen befreien und ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden. Die abgetropften Äpfel und 20g Rohrzucker hinzugeben und alles gut vermengen. Zur Seite stellen.
Nun kann auch der Teig aus dem Kühlschrank geholt werden. Die Rolle in 7 gleich dicke Scheiben schneiden und jede einzelne zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu ca. 15 cm großen Kreisen ausrollen. Die Teigkreise auf 2 mit Backpapier belegten Backblechen verteilen und in den Kühlschrank stellen (geht natürlich auch ohne die Bleche und nur auf dem Backpapier).
Zutaten für die Puddingcreme:
3 Eigelb
20g Zucker
1/2 Pckg. Vanillezucker
25g Speisestärke
250ml Vollmilch
Während der Teig erneut im Kühlschrank ruht, kann der Ofen schonmal auf 160° (Umluft) vorgeheizt werden.
Nun das Eigelb mit dem Zucker, 1/2 Päckchen Vanillezucker und der Speisestärke in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe ca. 2-3 Minuten schaumig schlagen. 250ml Vollmilch in einem Topf aufkochen. Den Topf von der Herdplatte nehmen und die Milch unter ständigem Rühren nach und nach (damit keine Klümpchen entstehen) unter die Ei-Zucker-Stärke-Masse rühren. Anschließend alles zurück in den Topf gießen, erneut aufkochen und kurz köcheln lassen, bis eine cremige Konsistenz eintritt (dabei immer kräftig weiter rühren, sonst brennt´s an).
Die Teigkreise aus dem Kühlschrank holen, mit dem Pudding bis zum äußeren Rand bestreichen und nun die Früchte in der Mitte so verteilen, dass ein Rand von ca. 3 cm bleibt. Nun die Finger mit Milch befeuchten und die Ränder über den Belag klappen. Den Teigrand mit Milch bepinseln, alles mit etwas Rohrzucker berieseln und beide Backbleche für ca. 35 Minuten in den auf 160° vorgeheizten Backofen schieben.
Backen mit Pflaumen
Sobald die Backzeit um ist, können die Bleche aus dem Ofen geholt und zum Abkühlen der kleinen Früchte-Leckerbissen beiseite gestellt werden.
Mmmmmhhhh… Der Teig ist außen süß und knusprig und die Früchte inmitten dieser wundervollen Hülle sind saftig, süß aber durch die leichte Säure der Pflaumen auch wieder nicht zu süß – so soll´s sein.
Lasst es Euch schmecken!
❤Anne